Schlagwort-Archive: Gedicht

Herbstglanz

In letzter Sehnsucht
Nach dem Sommer
Legt
Die Landschaft sich
Nochmal ihr schönstes
Abendkleid an

Bunt gesprenkelt
Und doch harmonisch
Schmiegt
Der Stoff des Herbstes sich
An die Höhen und Weiten
Ihres Körpers

Hügelige Landschaft.

Ein paar Tage
Des Glanzes
Nimmt
Die Landschaft sich
Bevor sie schließlich
Alles ablegt

© Hannes Hartl, 14. u. 15. Oktober 2019

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Stopp

Uns fehlt
Das Verständnis
Für euere Verständnislosigkeit
Für euere Verstandslosigkeit

Wir können
Nicht länger zusehen
Wie ihr zusehens wegseht
Wie ihr vom Handeln abseht

Wir glauben
Euch nicht mehr
Eure unverschämten Unglaublichkeiten
Eure falschen Glaubensbekenntnisse

Stoppschild.

Wir werden
Nicht ignorieren
Eure Ignoranz gegenüber
Der Menscheit
Der ganzen Welt

© Hannes Hartl, 09. Oktober 2019

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Umwege

Selten führt
Der Lebensweg
Geradeaus

Es gilt
Schikanierende Schikanen
Zu durchfahren

Und
Rauhe Zeiten
Zu umschiffen

Gewundener Flußlauf an einer Straße.

Man fragt sich:
Wer hat den
Fahrplan gemacht?
Wer stellt hier
Die Weichen?

Doch auf
Heftige Turbolenzenen
Folgt irgendwann
Eine Zeit zum Durchstarten

© Hannes Hartl, 07. und 11. Oktober 2019

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Tanzen und tasten

Dieses Gedicht hatte keinen richtigen Abschluss. Und dann kam Nati. Jetzt ist es perfekt. Vielen Dank, liebe Nati, dass ich deine Zeilen verwenden darf. :)

Die Augen tanzen
Über die Seiten
Die Lippen ertasten
Stumm den Text

Das Gehirn geht
Auf Wanderschaft
Und erschafft sich
Eine neue Welt

Lesende Frau im Zug.

© Hannes Hartl und Nati, 30. September und 07. Oktober 2019

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Paris II

In ihren Palästen
Untertage
Thronen nachts
Die Könige der Gosse
Auf einer dünnen
Lebensunterlage

Obdachlose in einer Metro-Station.

© Hannes Hartl, 13. September 2019

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Paris I

Wie leicht geht man baden
In den Champagner-Kaskaden
Deiner eitlen Großartigkeit

Ganz berauscht vom Kuss
Des überbordenden Überfluss‘
Ertrinkend in der Überheblichkeit

Doch findet man im Nu
In den Gärten Seelenruh‘
In des Lebens Einfachkeit

Fontaine Médicis, Paris.

Die Fontaine Médicis im Jardin du Luxembourg, Paris

© Hannes Hartl, 13. September 2019

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Hineingeworfen

Eine flüchtige
Bekannschaft
Ein kurzes
Gespräch

Plötzlich ist man
Hineingeworfen
In die private Welt
Eines Fremden

Erzählender Mann.

© Hannes Hartl, 27. August 2019

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Refugium

Die Tür schließt
Und für den Moment
Bleibt die Welt
Bleibt alles
Außen vor
Abgeschottet

Auf der Toilette
Erleichtern wir uns
Nicht nur
Um die Notdurft
Sondern auch
Um die Zwänge
Und Erwartungen
Der Gesellschaft

Plumpsklo.

Das Örtchen
Als Ort der Stille
Der Achtsamkeit
Als Refugium
Zum Durchatmen
Kräfte sammeln
Gedanken ordnen

© Hannes Hartl, 27. August 2019

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Anspannung und Vorfreude

Der Urlaub
Rückt näher
Anspannung und Vorfreude

Das neue Schuljahr
Rückt näher
Anspannung und Vorfreude

Denkender Mensch.

Der Kick-off
Rückt näher
Anspannung und Vorfreude

© Hannes Hartl, 26. u. 27. August 2019

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Werkzeuge

Immer noch hoffen wir
Auf die schnelle Lösung
Auf den einfachen Trick

Für die Klimakrise
Reicht aber kein Sticker
Hilft kein Photoshop mehr

Die Werkzeuge sind da
Wir müssen sie nutzen
Es gemeinsam angeh’n

Weltkugel.

© Hannes Hartl, 19.-21. August. 2019

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