Archiv der Kategorie: Impressionen

Den Moment inhalieren

Es gibt Situationen, in denen ich gern Raucher wäre; in denen es mir scheint, als wäre Rauchen passend zur Stimmung des Moments. Ich kann nicht genau erklären, wie ich das meine. Es ist ein undefiniertes Gefühl der Melancholie.

Wobei man wissen sollte: Für mich ist Melancholie bis zu einem gewissen Grad nichts Negatives. Es ist eine Facette des Lebens, die mir sehr wahr vorkommt. Es ist eben nicht alles süß, was uns so begegnet.

Ich bin Nichtraucher und habe in meiner Jugend nur eine kurze Phase gehabt, in der ich ab und zu mitgeraucht habe. Und meist war es dann eben in so einer Stimmung. Eventuell noch gepaart mit einer pubertären Scheiß-egal-Haltung dem eigenen Sein gegenüber gemischt mit ein wenig Alkohol im Kopf.

Vielleicht ist es einfach der Wunsch, den Moment ganz in sich aufsaugen zu können; ihn zu inhalieren und ins Blut übergehen zu lassen. Ganz in diesem einen Moment; im Jetzt sein. Warum ich das mit Rauchen verknüpfe? Keine Ahnung.

Rauchende Zigarette.

© Hannes Hartl, 19. Dezember 2018

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Es sind Ferien aber der Zug ist voll?

Das kann nur Deutsche Bahn.

Denn nur mit Deutsche Bahn genießen Sie das Leben in vollen Zügen.

Wie wir das machen? Ganz einfach. Selbst in reiseschwachen Zeiten haben wir eine Lösung: Wir hängen einfach weniger Waggons an die Lok. Das spart ganz viel Energie und schont damit unseren Geldbeutel. Dafür ersparen wir Ihnen das Gefühl, alleine reisen zu müssen.

Außerdem reinigen wir unsere Waggons in so sensiblen Zeiten noch weniger, damit Sie den gewohnten Reisegeruch nicht vermissen müssen.
Deutsche Bahn – Ein Erlebnis – Jeden Tag.

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Heimweg unter Sternen

Über mir
In großer Ferne
Auf schwarz
Das Zauberspiel
Der Sterne

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Lichter einer Stadt in der Nacht

Vor mir
Nicht all zu weit
Die Stadt
Im Tal
Im Lichterkleid

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Eingeordnet unter Impressionen, Liebesschnipsel, Lyrik

Winterlichter

Einige Impressionen mit einem Handy aufgenommen und bearbeitet.

Stuttgarter Innenstadt am Morgen

Stuttgart am Morgen (Sepia-Effekt)

Einkaufszentrum in Pforzheim am Abend. Lichter von Laternen, Autos und Geschäften in der Dunkelheit

Einkaufszentrum am Abend (Sepia-Effekt)

Bahnhofsstraße in Pforzheim am Morgen. Baum mit Lichterkette. Im Hintergrund der Bahnhof hell beleuchtet.

Bahnhofstraße in Pforzheim am Morgen

Bauarbeiten an Gleis 1 des Pforzheimer Hauptbahnhofs. Bagger mit Anhänger und Arbeiter. Im Hintergrund der neue Busbahnhof.

Bauarbeiten an Gleis 1 des Pforzheimer Hauptbahnhofs

Die Tübinger Straße in Stuttgart am Morgen. Lichter eines Geschäfts.

Die Tübinger Straße in Stuttgart am Morgen

Ein Platz vor einer Kirche in Stuttgart am Morgen. Im Hintergrund ein altes Krankenhaus.

Ein Platz vor einer Kirche in Stuttgart am Morgen

Wegweiser vor dem Gerber-Einkaufszentrum in Stuttgart. Mit leuchtender Schrift.

Wegweiser vor dem Gerber-Einkaufszentrum in Stuttgart

Einkaufszentrum Gerber in Stuttgart am Morgen. Wechsel aus Licht und Dunkelheit.

Einkaufszentrum Gerber in Stuttgart am Morgen

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26. November 2015 · 7:07

Stuttgart 21 kann nur der Anfang sein

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Anzeigetafel am Stuttgarter Hauptbahnhof

Die Verlegung des Hauptbahnhofs in Stuttgart muss der Anfang einer langfristigen Erneuerungsphase sein. Ich fordere die vollständige Untertunnelung Baden-Württembergs, um die Bahn zukünftig vor jeglichen ungünstigen Umständen zu schützen. Besonders das Wetter macht mir Sorgen. *Ironie aus*

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Aufnahme läuft

Bilder sammeln
Klick, klick, klick
Mit jedem Lidschlag
Hunderte Impressionen

Die Analysesoftware
Läuft ständig mit
Sucht nach Neuem
Erweitert die Datenbank

Und im Kopf
Entsteht der neuste Film
Alle Genres im Angebot
Je nach Stimmung

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Eingeordnet unter Impressionen, Liebesschnipsel, Lyrik

IRE 4901

Die lange, rote Schlange
Hält für einen Moment inne
Einladend öffnet sie ihre Poren
Ihre Gäste warten schon
Strömen nun hinein
Füllen die Zellen

Dann zischt sie weiter
Und auf ihrer glänzenden Haut
Spiegeln sich verschwommen
Die bunten Lichter
Der erwachenden Stadt

Es entsteht eine Symbiose
Zwischen Schlange und ihren Gästen
Die Gäste brauchen die Schlange
Doch ohne die Gäste
Würde die Schlange
Nie zum Leben erweckt
Wäre nichts als ein Konstrukt
Aus Metall, Kunststoff und GlasIRE

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Eingeordnet unter Impressionen, Lyrik

Morgenzeit

Wenn die Stadt erwacht

Erwacht sie laut

Und hektisch

Zur Ruhe

Kommt sie selbst

Nicht, wenn sie schläft

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Eingeordnet unter Impressionen, Liebesschnipsel, Lyrik

PRIMARK-Tüten

Blau auf Braun

Raschelnd schieben sich braune Papiertüten in kleinen Grüppchen über den Bahnsteig. Sie sind gefüllt mit billigen Klamotten und tragen den blauen Schriftzug des neuen Fashion-Discounters PRIMARK. Geschleppt werden die Tüten vorzugsweise von pubertären Mädchen. Besonders während der Osterferien. Offenbar war der Osterhase spendabel. Von Beträgen im Bereich von 160 Euro berichten die jungen Konsumentinnen freimütig. Sie berichten auch davon, was für ein Ansturm PRIMARK gerade erleben muss. Da ist von Schlangen vor der Umkleide die Rede. Und von Sicherheitspersonal.

Papiertüte mit Primark-Logo

Hauptsache was gekauft?

Doch nicht nur dieses Chaos scheinen die Käuferinnen in Kauf zu nehmen: Sie präsentieren ihren Mitstreiterinnen Teile in Größe 42, obwohl ihre Figürchen vielleicht Größe 34 – maximal Größe 36 – ausfüllen. Egal, Hauptsache irgendwas ergattert, auch wenn es die richtige Größe nicht mehr gab. Mir fällt unweigerlich ein Spruch aus einer SWR3-Comedy-Sendung ein: „Wenn du nie was kaufst, kannst du auch nie was sparen!“.

Beschaffungskriminalität

Das absurdeste kommt erst noch: Den Teenagern ist völlig bewusst, dass ihre Klamotten nur so günstig sind, weil die Näherinnen als moderne Sklaven ausgebeutet werden. Die Mädchen kennen sich erstaunlich gut aus, was die Löhne der Arbeiterinnen angeht und wie viele Stunden diese arbeiten müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Ein kurzes betretenes Schweigen in der Runde der Jugendlichen. Dann meint plötzlich eine: „Oh, kann ich nochmal schnell zurück, ich habe was vergessen.“ Die Mädchen kichern – der Zug ist schon eine ganze Weile unterwegs.

Verantwortung?

Doch wer kann es den Fashion-Victims ernsthaft verdenken? Auch wenn ich der Einstellung nichts Gutes abgewinnen kann: ist der Hype auf PRIMARK nicht einfach nur ein weiteres Spiegelbild unserer Konsumgesellschaft? Kann die namhafte Konkurrenz wirklich Alternativen bieten? Wem kann man die Verantwortung zumuten? Den Mädchen? Den Unternehmen? Der Politik? Der Gesellschaft?

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Schwelgen unter Stahl

Der Hauptbahnhof in Karlsruhe strahlt eine ganz besondere Stimmung auf mich aus. Vor allem dann, wenn ich an einem der Bahnsteige Zeit zum Warten habe und es dunkel ist. Mächtig und stolz ragt die Stahl- und Glaskonstruktion des Hallendaches in die Dunkelheit. Sie versetzen mich gedanklich zurück in die Hochzeit der Eisenbahn.

Stahlkonstruktion Bahnhof Hauptbahnhof Karlsruhe

In hohen Bögen schwingen sich die Träger über die Gleise. In der Mitte, am Scheitelpunkt des zwischen den Trägern gespannten Gewölbes sind in regelmäßigem Abstand Lampen angebracht. Sie werfen jedoch nur einen erstaunlich schwachen Lichtkegel auf die Bahnsteige und tauchen diesen somit in ein zartes Dämmerlicht. Auch die digitalen Anzeigetafeln, die beleuchteten Reklamekästen und die Bahnhofsbeschilderung strahlen angenehm sanft und zurückhaltend. Dazu glimmern die roten, gelben, weißen und grünen Kreise der Signale. Die Züge strahlen manchmal ein warmes, gelbliches Licht aus. Manchmal auch ein eher bläuliches, kaltes.

S-Bahn Hbf KA

Das wunderbare Lichterspiel wird durch eine einzigartige Geräuschkulisse ergänzt. Wenn der Wind durch die Bögen pfeift, klatschen Kabelstränge an die Konstruktion. Von anderen Bahnsteigen schallen die immer gleichen Ansagen herüber, doch eher gedämpft – zumindest nicht so schrill wie an anderen Bahnhöfen. Die Gleise singen leise, wenn Züge in der Ferne einfahren.

IC Hbf Karlsruhe

Nur wenn ein einfahrender Zug sein Ziel erreicht, dann folgen einige Momente, die den friedlich dämmernden Zustand des Bahnhofs durchbrechen. Dann kreischen Bremsen, schlagen Türen auf und drängen klappernd Absätze und plaudernd Menschen über die Bahnsteige. Dann geht es zu wie an allen Bahnhöfen der Welt.

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