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Don Hühott

Vorwort:

Den folgenden Text habe ich bereits September geschrieben. Ohne Bezug auf die Wahlen in den USA. Der Name Donald ist zufällig gewählt.

Und nun viel Spaß mit der Gesichte ;-)


Don Hühott

Don Hühott

Es war einmal ein Pferd, das hieß Donald von Hühott und war ein Graf. Aber das war ihm egal. Deswegen nannten alle ihn Don Hühott oder einfach Don. Don stand also tagein, tagaus auf den Wiesen seiner Grafschaft und blickte auf sein Land. Ein kluger Gaul, es war sein Vater, hatte ihm einst geraten:

„Achte immer gut auf dein Land, denn es ernährt dich.“

Es war nicht sehr viel Land, aber Don passte gut darauf auf.

Bild von Don Hühott und einem Schaf

Die Schafe

Eines Tages kam eine Gruppe Schafe zu Don Hühott. Sie fragten:

„Oh Don, was hältst du von der Idee, eine Mine zu graben und nach Schätzen zu suchen? Wir würden eine Menge Heu damit verdienen.“

Don Hühott aber sagte:

„Hier gibt es genug frisches Gras für alle Bewohner. Wir brauchen keine Mine.“

Da waren die Schafe enttäuscht und gingen zum Nachbarn von Hühott. Der Nachbar war ein Stier und auch ein Graf. Der ließ die Schafe Minen graben.

Bild von Don Hühott und einem Biber

Die Biber

Ein paar Tage später kamen Biber zu Don. Sie fragten:

„Hey Don Hühott, wie wäre es, wenn wir einen größeren Damm bauen würden. Dann würden wir einen größeren Teich bekommen. Dann kämen mehr Besucher zu uns.“

Der Graf überlegte. Dann antwortete er:

„Besucher sind gut. Aber mehr Besucher als jetzt wären nicht gut für den Boden. Sie würden alles zertrampeln. Ich bin dagegen.“

Da gingen die Biber zum Nachbarsgrafen, dem Stier. Dort bauten sie einen neuen Damm.

Bild von einer fliegenden Gans

Die Gans

Eines Tages besuchte die Gans Don Hühott und erzählte dem Pferd, wie sie über das Stierland geflogen war. Von Weitem fiel ihr nur auf, dass der Fluss ganz anders aussah als die Woche zuvor. Und dafür war der neue Stausee der Biber wieder verschwunden. Don Hühott ahnte, dass dies nichts Gutes bedeuten konnte und schnaubte ein leises „Oh wei!“

Bild von einem Fluss und einem Schild

Schatz unter Wasser

Die Gans bestätigte Dons Befürchtung: Im Tiefflug hatte sie festgestellt, dass der Damm der Biber gebrochen war. Die Wassermassen hatten zahlreiche Felder überspült. Leider auch die Minen der Schafe. Zum Glück war gerade Feiertag gewesen und kein Schaf im Stollen. Alle hatten unverletzt überlebt. Aber die Schatzsuche war erst mal vorbei. Und auf den überschwemmten Feldern konnte gerade niemand grasen. Es fehlte auf lange Sicht also an Futter.

Don Hühott bedankte sich bei der Gans. Nach einigem Nachdenken kam er zu dem Entschluss, selbst in diese Nachbarschaftsgrafschaft zu reisen. Er musste irgendwie helfen können. Da er nicht viel packen musste – Er setzte im Grunde nur seinen Reisehut auf –  ging er kurz darauf los. Nach einer Stunde war er an der Grenze. Nach einer weiteren halben Stunde fand er den Stall des Stiers. Dieser begrüßte ihn freundlich, auch wenn er zutiefst betrübt aussah:

„Oh Donald, mein Freund. Es freut mich, dass du zu dieser Stunde der Not zu uns gekommen bist.“ Don antwortete:

„Hallo Franz! Sag mir, wie ich euch helfen kann!“

„Nun Donald, ich bitte dich nur ungern, aber könntest du ein paar Tiere bei dir aufnehmen? Ansonsten weiß ich nicht, wie hier alle Tiere über den Winter kommen sollen.“

Da stimmte Don Hühott ohne Zögern zu:

„Wir haben mehr als genug Futter. Schick die Leute los, die Hilfe brauchen.“

So wurde es gemacht.

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