Schlagwort-Archive: Angst

Schreibsucht

Ich weiß nicht, wie es anderen Schreibenden damit geht, aber ich stehe immer wieder einer Angst gegenüber. Der Angst, irgendwann nichts mehr schreiben zu können. Der Angst, irgendwann alles geschrieben zu haben.

Wörter auf Papier.

Meist kommt dann das Leben und schenkt mir eine neue Situation oder einen neuen Blickwinkel.

Doch warum diese Angst? Wo ich doch nicht auf das kreative Schreiben angewiesen bin. Die Betonung auf das kreative Schreiben mache ich deshalb, weil ich meinen Beruf als technischer Redakteur durchaus auf das Schreiben angewiesen bin. Aber das ist eine ganz andere Art des Schreibens.

Ich denke, das kreative Schreiben ist fast zu einer Art Sucht für mich geworden. Es aktiviert zumindest mein Belohnungssystem.

Vielleicht ist der Begriff ‚Sucht‘ falsch. Es lässt sich vermutlich eher so begreifen: Ich könnte ohne das Schreiben leben, wenn es motorisch nicht mehr ginge oder es mir per Androhung des Todes verboten würde. Doch dann hätte ich vermutlich trotzdem immer wieder neue Gedichte und Geschichten im Kopf. Es ist ein Teil von mir und wenn es wegfiele, wäre ich nicht mehr ganz. Es ist also die Angst etwas zu verlieren, was mich selbst ausmacht.

Aber zur Not schreib ich einfach über das Schreiben und warte auf das nächste Geschenk. ;)

© Hannes Hartl, 07. Dezember 2018

Werbeanzeigen

33 Kommentare

Eingeordnet unter In eigener Sache, Liebesschnipsel

Ängste zähmen

Du kannst
Mauern bauen
Um deine Ängste
Von dir fern
Zu halten

Du wirst
Dein Leben
Vielleicht
Ganz gut
Einrichten


Doch irgendwann
Wirst du sie
An der Türe
Kratzen und knurren
Hören

Und sie werden
Nachts
In deinem
Garten heulen

Irgendwann
Gehst du
Sie besser
Zähmen

Aber
Du musst
Nicht alleine
Gehen

Such dir
Gefährten
Und sag ihnen
Was da
Auf sie
Wartet

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Liebesschnipsel, Lyrik

Mut

Wir brauchen
Mut
Gegen die
Angstmacher

Wir brauchen
Pläne
Gegen die
Verunsicherer

Wir brauchen
Herz
Gegen die
Kaltmacher

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Liebesschnipsel, Lyrik

Jarons Reise #009

IX

Zum Glück trug er stets sein Feuereisen und Zunder bei sich. Damit hatte er schnell ein kleines Feuer aus rasch zusammengetragenen Zweigen entfacht. Nun offenbarte sich das ganze mit Kohle gemalte Bild. Besser gesagt, die Bilder.

Jaron wurde kalt. Er verstand nicht genau, was er da sah. Doch was er sah, machte ihm Angst. Was waren das für seltsame Dinge? Waren die Menschen diesen Dingern gefolgt? Schwebten diese Dinger über dem Boden? So viele Fragen, so wenig Antworten.Ein Wangemälde

Doch letztendlich fand Jaron seinen Mut wieder zurück. Schließlich bedeutete die alleinige Existenz dieser Bilder, dass es noch andere Menschen geben musste, die anscheinend etwas mehr über die Herkunft dieser mysteriösen Quadrate wussten. Zumindest ging Jaron davon aus, dass die rechteckigen Dinger auf der Zeichnung mit den Quadraten, die er entdeckt hatte, zusammenhingen. Die Anordnung war einfach zu ähnlich.

Vielleicht würde er diese Menschen finden können und endlich mehr über diesen schrecklichen Vorfall herausfinden. Aber zuerst musste er seinen Schlafplatz einrichten. Es wurde langsam dunkel draußen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Jarons Reise, Liebesschnipsel

Einschlag

Mit einem Schlag
Kann alles anders sein
Und dein Geist
Außer Kontrolle geraten

Und was richtig war
Wird falsch
Die Helfer werden
Zur Bedrohung

image

Du willst raus
Aus der Enge
Aus der Situation
Aus dir

Doch für Außenstehende
Wirkst du bedrohlich
Wird deine Flucht
Zur Aggression

Du suchst verzweifelt
Nach Hilfe
Doch du kannst
Sie nicht annehmen

#####################
Anmerkung: Das Gedicht bezieht sich auf eine Beobachtung. Nicht auf selbst Erlebtes.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Liebesschnipsel, Lyrik