Monatsarchiv: April 2018

Dein Moment

Diesen einen Moment
Hast du
Nur für dich

Wer auch versucht
Ihn einzufangen
Wird scheitern

Schlafendes Mädchen im Zug.

Denn du nur
Kannst ihn leben
Dir nehmen

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Morgenpiekser

Die Wintermorgenkälte
Ist dem federzarten
Hauch des Frühlings
Gewichen
Sodass die Sonne
Schon vorsichtig kitzelt
Aber die Luft noch sanft
Auf den nackten Armen
PiekstSonne und Wind.

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Tropfen

Wie ein Wassertropfen
Will ich heute sein
Ganz rund und weich

Will mit den anderen
Tropfen dahin fließen
Und nicht anecken

Wassertropfen.

Oder als Regentropfen
Dir ins Gesicht fallen
Zart und warm

An deiner Wange
Wie eine salzlose Träne
Streichelnd abperlen

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Haltlos

Wohin ich
Meine Gedanken auch
Aussende
Nirgends
Wollen sie
Richtig Fuß fassen
Immer
Bröckelt der Boden
Unter ihnen
Weg

Mensch, der über einen einstürzenden Boden rennt.

Wohin ich
Meinen Blick auch
Fallen lasse
Nirgends
Findet er
Richtig Halt
Überall
Rutscht er einfach
Ins Leere
Ab

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Wunschfluss

Im frühmorgendlichen
Tagwunschtraum
Sich einmal Zeit
Und Raum nehmen
Für den Fluss

Flussbiegung

Am Ufer sitzen
Und den dunklen Spiegel
Im Blau- und Goldschimmer
Des Morgengrauenlichts
Dahin fließen lassen

Mit ihm strömen
Zauberhaft funkelnd
Die Gedanken dahin
Und kehren dann
Vom Horizont zurück

Und die laue Luft
Streicht sanft umher
Macht dir das Fühlen
Klar und leicht
Ach wär‘ das schön

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Lebensfarben

Einst war die Farbe
Aus Silvans Leben
Gewichen
Wie in einem
Vetrocknenden Flussbett
Das Wasser
Hatte sie sich
Komplett zurückgezogen

Was übrig blieb
War das Grau
Das von überall
Auf ihn herabschallte

Das Grau
Des Betons der Stadt
Das jeder kennt
Das Grau
In den Blicken
Der Menschen
Das nur der besiegt
Der lächeln kann.

Doch auch
Wiesen, Flüsse, Tiere
Der Himmel und
Der Regenbogen
Alles war ihm grau
Geworden

Und das tiefste Grau
Sah er im Spiegel
Seiner Seele
Seinem Handeln
Seinen Sehnsüchten

Paar auf Bank.

Doch dann kam Elena
Setzte sich zu ihm
Und wie durch Magie
Nahm sie ihm
Den Schleier
Von der Seele
Vom Herzen
Von den Augen

Farbe kehrte zurück
Floss wieder
In die Adern
Seines Lebens
Füllte ihn an
Lies ihn endlich
Wieder tanzen

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Wunder sehen

Inspiriert durch den Film „Mein Nachbar Totoro“. Hier geht der Dank an Kristina.

Die Augen
Eines Erwachsenen
Sehen manche Dinge
Nicht mehr scharf
Die ein Kind
Ganz unverschränkt
Bewundern kann

Kind mit Blume.

Doch wer sein Herz
Nicht verschließt
Der kann den Blick
Wieder öffnen
Für kleine Momente
Die Perspektive wechseln
Die Wunder sehen

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