Bis nichts mehr geht

Es liegt etwas in der Luft
Der Hauch von Sprengstoff
Hat sich wie feiner Staub
In alle Fugen und Ritzen
Alle Rillen und Spalten
In jeden Winkel
Unserer Gesellschaft
Gelegt

Zu viel Sand
Haben wir ins Gesicht
Gestreut bekommen
Sodass wir nicht mehr
Klar sehen können
Doch Schmerz und Tränen
In unseren Augen
Erhalten uns die Gewissheit
Dass man uns blendet

Es mag beklemmend sein
In einer Welt zu leben
Die schon ein Funke
Schwer erschüttern kann

Doch keiner scheint
Zu wissen
Wie man all die Spuren
Des Sprengstoffs entfernt
Denn wie Mörtel
Hat er sich festgesetzt
Mit dem Mauerwerk verbunden

So versucht ein jeder
Zu funktionieren
Hat keine Hoffnung
Es zu verstehen
Und Business as usual
Gibt zumindest
Die Sicherheit
Des Gewohnten

Bis nichts mehr geht

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Lyrik

Eine Antwort zu “Bis nichts mehr geht

  1. Es sind zu viele, die der Wirklichkeit entfliehen und nicht sehen wollen. Auch ohne Sand in den Augen. Die nicht wissen wollen, die nicht zuhören. Die immer gerne sagen: wir. Aber sie meinen die anderen. Man kann sich nur damit trösten, daß das Leben endlich ist. So lange Geschichte überliefert wird wissen wir, daß es auf diesem Planeten hauptsächlich Mord und Totschlag gab und immer weiter geben wird. Manchmal denke ich, die Welt ist ein Moloch, der Menschenblut zum existieren braucht. Da ist er ja im letzten Jahrhundert und bis in die heutige Zeit hinein
    richtig verwöhnt worden. Sollte nicht jeder aufschreien und sagen: He, Moment mal….

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