Fundstücke V: Ulrich Beck: Der Kosmoplitische Blick (3)

Folgendes Zitat aus unten genannter Quelle ist ein für das Buch zentrales:

S. 118: „Mit der Kosmopolitisierung [Anmerkung: Dies ist, nach Beck, ein unumkehrlicher Prozess, den wir bereits erfahren.] treten an die Stelle von national-nationalen Beziehungen trans-lokale, lokal-globale, trans-nationale, national-globale und global-globale Beziehungsmuster.“

Beck fordert nicht nur die Wissenschaften auf, sich dem zu stellen, was für ihn längst Realität ist: der Kosmopolitisierung der Menschheit. Das heißt der national konzentrierten Blickweise, welche er vorzufinden glaubt, eine kosmoplitischen Blickweise entgegen zu stellen. Damit meint er nicht die Sicht einer Aufhebung der Nationen, eines multikulturellen Nebeneinanders oder eines monokulturellen Breis, sondern eine Vorgehensweise, welche die anerkennt, dass die Kategorien von national begrenzten Gesellschaften in der aktuellen Epoche nicht mehr die Wirklichkeit abbilden können.
Seine Vorstellung von so einem Blick ist schwer zu greifen. Das liegt an seiner Konzeption. Es geht eben nicht mehr um klare, starre Muster, sondern um ein Hinterfragen und Neugestalten dieser Denkweisen, was zu einem Ergebnis führt, dass selbst immer wieder aktualisiert werden muss. Wie das konkret aussehen kann, ist allerdings, meiner Meinung nach, leider nicht 100%ig dargelegt.

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